Die Sage der Sohlberg Geischder Ottenhöfen e.V.

Schwer und mächtig hebt sich der Sohlberg aus dem umgebenden Bergrücken empor und bildete den Handlungsplatz für viele unheimliche Geschichten um spukhafte Tiere und Gespenster, Teufel und Hexen, Irrlichter und merkwürdige Geräusche. In die dunklen Wälder der Sohlberg sollen sich die letzten heidnischen Alemannen aus den tiefer gelegenen Täler zurückgezogen haben, um dann auf einer ebenen Stell oben am Berggipfel zu nächtlichen Kultfeiern zusammenzukommen. In Vollmondnächten opferte man dort zu Ehren Wodans ein weißes Pferd, während die Priesterin geheimnisvolle Zeremonien altgermanischen Glaubens verrichtete. Da jagen dann heute noch in rauen Sturmnächten Wodan und das wilde Heer durch die Lüfte; in hellen Nächten ertönt das grauenhafte Wiehern des hier geopferten Schimmels: mancher einsame Wanderer erschrak schon fast zu Tode, wenn in nebliger Nacht plötzlich ein halbes Ross vorbeihuschte

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